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Meine Yoga Stunde am Donnerstag Morgen hieß “Herz Yoga”. Kennst du herzöffnende Haltungen im Yoga, z.B. die Pose Anahata Asana = Öffnende Herzstellung? Herz Kreislauf Erkrankungen sind Todesursache Nummer eins in Deutschland. Mit Yoga kannst du gut für dein Herz sorgen. Deshalb soll es heute um dein Herz gehen und darum wie gut Yoga deinem Herzen tut.
Das Herz ist soviel mehr als nur ein Organ. Saint Exupery sagt sogar, dass das Herz sehen kann. Redewendungen zum Herzen sind:
- Das nehme ich mir zu Herzen
- Das bringe ich nicht übers Herz
- Fass dir ein Herz
- Da bleibt mir das Herz stehen
- Das war beherzt
- Du hast mir das Herz gebrochen
- Das Herz am rechten Fleck haben
Das Herz wird als Sitz von Emotion, Liebe und Herzlichkeit gesehen. Das Herz von etwas bezeichnet die Mitte, den Kern oder die Essenz von etwas. So werden manche Orte als Herz der Welt bezeichnet, manche Menschen als das Herz der Gruppe.
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Dein Herz
Hier ein paar kurze Fakten zum Herzen:
- Größe: etwa faustgroß 12 mal 10 cm
- Gewicht: 250 bis 350 gramm
- Volumen: 450 bis 750 ml
- Herzfrequenz: 60 bis 80 Schläge/Min.
- Schläge in 70 Jahren: 2.500.000.000 Schläge
- Schläge an einem Tag: ca 100.000
- Gepumpte Menge pro Schlag: 70ml Blut
- gepumpte Menge am Tag: 8000 Liter
- Mittlerer Arterieller Blutzdruck: 70 bis 105 mmHg
Das Herz ist ein Hohlmuskel und liegt etwas links von der Mitte im Brustkorb, geschützt hinter dem unteren Teil deines Brustbeins. Es besteht aus rechter und linker Herzhälfte, die Hälften sind durch die Herzscheidewand getrennt. Die linke Hälfte versorgt den Körperkreislauf, die rechte den Lungenkreislauf. Die Herzhälften selber sind wieder unterteilt in Vorhof und Herzkammer. Der Vorhof sammelt das ankommende Blut und gibt es weiter an die Herzkammer, von dort wird das Blut in den jeweiligen Kreislauf gepumpt.
Kleiner Herzkreislauf – Lungenkreislauf
Hier pumpt die rechte Hauptkammer Sauerstoff armes und Kohlenstoffdioxid reiches Blut erst in die Lunge und dann in die linke Vorkammer. So kann das Blut Sauerstoff aufnehmen und Kohlenstoffdioxid abgeben.
Großer Kreislauf – Körperkreislauf
Die linke Hauptkammer pumpt das sauerstoffreiche Blut erst über die Aorta und durch den gesamten Körper. So wird dein gesamter Körper mit Sauerstoff versorgt. Danach gelangt das Blut über die Hohlvene wieder zurück zum Herzen, wo es wieder mit Sauerstoff angereichert wird.
Yoga und Herz
Unser Herzschlag wird vom vegetativen Nervensystem beeinflusst. Der Sympathikus regt die Herzfrequenz an und der Parasympathikus lässt die Herzfrequenz sinken. Yoga spricht besonders den Parasympathikus an. Im Yoga werden Atem und Bewegung verbunden, der Atem fließt ruhiger, Entspannung zu Anfang und Ende der Stunde sind wichtig. Damit hat Yoga einen positiven Einfluss auf deinen Blutdruck und dein Herz. Der Blutdruck kann sinken und das Herz ruhiger schlagen. Besonders Yin Yoga wirkt durch seine lang gehaltenen Positionen,die du genau an deinen Körper anpasst, beruhigend und entspannend.
Kontraindikationen
Bei Bluthockdruck sollten Umkehrhaltungen vermieden werden. Das lernen alle Yogalehrer*innen. Es wurde jedoch untersucht, dass nicht die Haltung sondern die Atmung Einfluss auf den Blutdruck haben. Deshalb sollte man bei Bluthochdruck vorsichtig sein, aber du kannst, wenn du gut auf deinen Körper achtest, auch Umkehrhaltungen ausprobieren. Also sei achtsam und nutze sanfte Umkehrhaltungen!
Pranayama wird sanft und ohne Luft anhalten ausgeübt, wenn dein Blutdruck zu hoch ist. Besonders wohltuend sind dann für dich Tiefenentspannung, Meditation und sanft entspannende Asanas.
Herzöffner im Yoga
Alle Rückbeugen, die das Brustbein nach vorne schieben, den Brustbereich dehnen, werden im Yoga als Herz öffnend bezeichnet. Neben dem Dehnen der Vorderseite wird auch die Rückseite gestärkt. Die Schultermuskulatur wird beweglicher und das zentrale Nervensystem angeregt. Emotional stehen sie für Freude und Offenheit. Asanas sind z.B.:
- die Kobra
- die Schulterbrücke
- das Rad
- der Bogen
Herzöffner im Yin Yoga
Positionen sind z.B.:
- die Sphinx
- der liegende Schmetterling
- die gestützte Schulterbrücke
- der Sattel
Ob Yang oder Yin Yoga immer dehnst du den Brustraum. Das hat Einfluss auf deinen Atem, so dass der Atem meist tiefer wird. Im Yin Yoga hast du durch die Nutzung der Hilfsmittel die Möglichkeit wirklich sanft in die Rückbeugen zu kommen.
Anahata Chakra
Das Herz Chakra ist das mittlere der sieben Chakras (Link zu den Blogs mit Chakra). Du hast alle Chakras vor kurzem in meinen Blogs kennengelernt. Es liegt in der Mitte der Brustwirbelsäule und steht für Freude und Liebe, Mitgefühl und Hingabe. Aber auch andere Emotionen wie Trauer, Schmerz, Wut stehen damit im Zusammenhang. Es ist Sitz der Seele und des kosmischen Selbst. Mangelnde Energie in diesem Chakra kann sich durch Kontaktschwierigkeiten, verbitterte Haltung und Einsamkeit äußern. Alle körperlichen Probleme im Bereich des Anahata Chakra : Herzprobleme, Kreislaufprobleme, Hautprobleme etc. können auf einen Energiemangel hinweisen.
Yin Position für dein Herz: die gestützte Schulterbrücke
Anleitung:
Für die gestützte Schulterbrücke brauchst du ein Yoga Bolster oder ein großes stabiles Kissen und einen Yogablock.
Du legst das Bolster längs auf deine Matte und den Block in einigem Abstand davor. Setze dich auf das untere Ende deines Bolsters und lege dich zurück auf das Bolster, die Füße kannst du auf den Yogablock legen. Für mehr Dehnung kannst du den Block weglassen. Deine Schulterblätter liegen am anderen Ende des Bolsters und dein Kopf sinkt zu Boden oder auf eine Decke oder ein Kissen, wenn dir die Dehnung zu intensiv ist oder es für deinen Nacken unangenehm ist. Die Arme legst du nach oben neben deinem Kopf ab.
Bleibe 2 bis 5 Minuten in der Haltung,als Anfänger mit einer kurzen Zeit beginnen. Zum Auflösen aktiviere Bauch und Beckenboden und stütze dich mit den Armen nach oben oder rolle über die Seite aus der Position.
Wirkung:
Die Position öffnet die Brustwirbelsäule , den Herzraum und die Schultern. Dehnung der vorderen Faszienbahn.
Besonders die Meridiane von Magen, Milz, Nieren und Leber und in den Armen Lunge, Herz und Herzbeutel werden gedehnt.
Es gibt natürlich noch viel mehr über das Herz und seine Funktion zu sagen. Wichtig ist, dass du erfahren hast, wie gut Yoga deinem Herzen tut. Du kannst selber etwas tun und durch Yoga, Yin Yoga, Wald Yoga und Entspannung deinen Körper und dein Herz Kreislauf System gesund erhalten.
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Ich freue mich auf dich!
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Namasté Susanne
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